Hl. Katharina von Siena

Hl. Katharina
Hl. Katharina

Sie wurde am 25. März 1347 in Siena geboren.
Mit 16 Jahren wurde sie Dominikanerin (Terziarin).
Sie lebt ein Gott verbundenes, mystisches Leben und war zugleich sehr aktiv in der Fürsorge für Arme, Kranke, Sterbende und Gefangene. Die Not ihrer Mitmenschen ließ sie sich zu Herzen gehen. Eine große Anzahl von Frauen und Männern schloss sich ihr an, begeistert von ihrem Charisma und ihrer Sendung. Sie vermittelte im Streit zwischen verfeindeten politischen Parteien und rief in bewegenden Worten zu Frieden und Versöhnung auf um den Frieden unter den Staaten (Städten und Fürsten Italiens) zu begünstigen. Unzählige Briefe schrieb sie, um den Frieden wieder herzustellen. Sie wurde Ratgeberin viele Menschen.

Die Kirche ihrer Tage litt unter vielen Missständen. Die Priester erinnerte sie an ihre Pflichten. Unaufhörlich mahnte sie zur Reform der Kirche und rief die Christen aller Stände zur Umkehr auf.Sie hat viele Reisen unternommen, um die innere Reform der Kirche zu erwecken. Auch sie litt um die Kirche, wurde jedoch nicht ihre Gegnerin oder Revolutionärin, sondern opferte sich für sie. All ihr Tun geschah aus ihrer Gottverbundenheit, insbesondere ihrer Christusliebe, sowie ihrer Treue zur Kirche und ihrer Liebe zu den Menschen.

Katharina starb am 29. April 1380 in Rom. Sie wurde in der Kirche "Santa Maria sopra Minerva" beigesetzt, wo sie auch heute noch verehrt wird.
1461 erfolgte ihre Heiligsprechung
1970 ernannte sie Papst Paul VI. zur Kirchenlehrerin
1999 wurde sie von Papst Johannes Paul II. zur Mitpatronin Europas erhoben. Der Papst sprach bei dieser Gelegenheit den Wunsch aus: "Der Alte Kontinent vergesse nie die christlichen Wurzeln, die Grundlage seines Weges sind, und fahre fort, aus dem Evangelium die Grundwerte zu schöpfen, die Gerechtigkeit und Eintracht sicherstellen".

Einige Zitate aus ihren Briefen:

Überwinden Sie die Bosheit Ihrer Gegner mit ihrer Güte.
Der Mensch wird durch nichts anderes mehr gepackt als durch Liebe und Güte.
Ertrage die Fehler des Nächsten im Angesicht Gottes mit tiefem Mitgefühl und das erlittene Unrecht mit Geduld!

Die Stunde ist kostbar.
Warte nicht auf eine andere Gelegenheit.
Also Eifer, nicht Lässigkeit!
Benutzen wir die Zeit, solange sie unser ist! Unsere Arbeit für den Nächsten, unser Lob Gott!

Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.

Glaubet nicht, Gott wolle uns alle Liebe zur Welt verbieten.
Nein, wir sollen sie (die Menschen) lieben,da alles, dem er Dasein gab, unserer Liebe wert ist.
Gott, die höchste Güte, hat alles gut erschaffen und kann nur Gutes schaffen.

 

 

»Geformt im Geist des hl. Dominikus und der hl. Katharina von Siena, sind wir Dominikanerinnen als Frauen der Kirche ganz der Verkündigung des Evangeliums geweiht, wohin auch immer wir gesandt  werden. Unsere Pionier-Schwestern wagten Unsicherheit in ihrer Antwort auf den Ruf der Kirche. Ihr Glaube, ihr Mut und ihr Weitblick inspirieren und motivieren uns, offen zu sein und zu sehen, wo die Botschaft von Gottes rettender Liebe heute am dringendsten verkündet werden muss.«
(Aus den Konstitutionen unserer Kongregation, C.58)