Dominikanerinnen der Hl. Katharina von Siena von Oakford, Natal

Die Schwestern Gertrud Walter (links) und Alphonsa Scherer im Garten in Oakford: zwei der acht Pionierinnen auf der neuen Missionstation.

1887

Im Laufe des 19. Jahrhunderts erlebte die katholische Kirche in Europa einen missionarischen Aufschwung; auch viele deutsche Klöster gründeten damals Auslandsmissionen. So sandte das Dominikanerinnenkloster St. Ursula in Augsburg im Jahr 1877 Schwestern nach King William´s Town in die südafrikanische Kapregion.

1889

Am 30. März 1889 wurden acht Schwestern aus dem Mutterhaus King William´s Town zu einer Farm namens Oakford geschickt, nahe der Hafenstadt Durban im südafrikanischen Natal. Dort kümmerten sie sich im Auftrag des Bischofs zunächst vor allem um Angehörige eines Eingeborenenstammes, die von einem Sklavenschiff aus Madagaskar gerettet worden waren. Bald eröffneten sie eine Schule für die Kinder aus der Umgebung, und nach Ablauf eines Jahres wurde die Oakford-Mission zur selbständigen Kongregation der Oakford Dominikanerinnen.

1909

Zu den ersten Schwestern in Oakford gehörten neben weißen Südafrikanerinnen und Irinnen auch deutsche Schwestern aus Süddeutschland. So wurden unter anderen auch immer wieder junge Frauen aus Deutschland zur Missionsarbeit in Südafrika angeworben. Im Jahre 1909 eröffneten die Schwestern dann im unterfränkischen Neustadt am Main ein Noviziatshaus für ihren Missionsnachwuchs. Das ist bis heute das Provinzhaus der Fränkischen Provinz der Dominikanerinnen von Oakford.