85. Geburtstag von Sr. Ildefonsa Grätz OP

Fröhliche Tafelrunde mit den Mitschwestern
Sr. Alison, Südafrika, Sr. Paula-Mary, Kongregationspriorin, und Sr. Antonia gratulieren Sr. Ildefonsa zum Jubel-Geburtstag (v.l.)

Sr. Ildefonsa Grätz feierte ihren 85. Geburtstag gleich zweimal. Am 5. Oktober 2018, dem eigentlichen Jubeltag, wurde sie von ihren Geschwistern und Verwandten verwöhnt.

Am darauffolgenden Tag feierte sie in fröhlicher Runde mit ihren Mitschwestern aus Neustadt und Lohr. Da zu dieser Zeit die Leitung der Kongregation in Neustadt tagte, konnten ihr auch die Kongregationspriorin, Sr. Paula-Mary van der Walt, und die Rätinnen aus Südafrika, Amerika und Deutschland gratulieren. Der festlich geschmückte Saal im Caritas Seniorenzentrum St. Martin in Lohr trug sehr zur herzlichen Atmosphäre der Feier bei.

Wir wünschen Sr. Ildefonsa Gottes Segen für ihren weiteren Lebensweg.

Dominikanerinnen in Südafrika feiern das Fest des Hl. Dominikus

Logo der Delegation „Dominikaner für Gerechtigkeit und Frieden“ bei den Vereinten Nationen
Poster zur 62. Sitzung der Frauenrechtskommission mit dem Thema: Ermächtigung von Frauen und Mädchen in ländlichen Räumen
Kernstück der Dekoration zum Fest: eine Statue des Hl. Dominikus. Auf der Kerze das Dominikanerwappen
Während einer Kaffepause tauschen sich Sr. Dominique und Sr. Felicity-Lilian aus.

Am 8. August 2018, versammelten sich Mitglieder der dominikanischen Familie in Johannesburg, um das Fest des hl. Dominikus zu feiern. Ein Mitglied der Organisation „Dominikaner für Gerechtigkeit und Frieden" berichtete über die Sitzung der „Frauen-rechtskommission“ der Vereinten Nationen, die im März stattgefunden hatte. Die Sitzung stand unter dem Thema „Ermächtigung von Frauen und Mädchen in ländlichen Räumen“. Die Organisation „Dominikaner für Gerechtigkeit und Frieden" geniesst bei den Vereinten Nationen beratenden Status, der sie berechtigt, mit einem ständigen Delegierten an Debatten teilnehmen. Aus erster Hand erfuhren die Schwestern in Johannesburg von der Arbeit der Kommission und waren schockiert über die Statistiken, die besonders Frauen und Mädchen in ländlichen Gegenden betreffen:

  • In einigen afrikanischen Ländern wird immer noch Frauenbeschneidung / Genitalverstümmelung praktiziert.
  • Mädchen, zum Teil jünger als 13 Jahre, werden immer wieder aus der Schule geholt und mit viel älteren Männern verheiratet.
  • Die Missbrauchsrate von Frauen in den meisten afrikanischen Ländern ist inakzeptabel hoch.
  • Jede Woche werden in Südafrika etwa 2 000 Frauen und Mädchen zwischen 15 und 24 Jahren HIV-positiv. Mehr als 1 von 10 Mädchen in dieser Altersgruppe lebt mit HIV.

Einige der Schwerpunkte, die die Mitglieder der UN-Kommission für die Lobbyarbeit priorisierten:

  • Mehr Gewicht auf den Schutz von Migrantinnen
  • Sichere öffentliche Verkehrsmittel in ländlichen und städtischen Städten
  • Gesetzliches Verbot und gerichtliche Verfolgung von Kinderheirat
  • Aufklärung von Jungen und Männer über die Gefahren von Stereotypen
  • Mehr Investitionen in ländliche Kliniken und Vorsorgeprogramme
  • Mehr Zugang zu Technologien, die für unsere vernetzte Gesellschaft benötigt werden

Dieser Bericht feuerte die Schwestern erneuert an, sich weiter für die Ermächtigung von Frauen und Mädchen einzusetzen. Weltweit sind Dominikanerinnen in Lobbygruppen, interreligiösem Dialog, Erziehung der Mädchen, Beratungsdienste, Gemeindeentwicklung und anderen  Frauenprojekten aktiv. Weitere Informationen zur Frauenrechtskommission finden Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

Mitglieder der dominikanischen Familie in Kwa-Zulu Natal hörten sich einen Vortrag an über das Leben des Hl. Dominikus und was es bedeutet, heute ein/e Dominikaner/in zu sein. Anlässlich der Feier des 800. Jahrestages der Gründung des Dominikanerordens (in 1217) hatte Papst Franziskus die Mitglieder des Ordens ermahnt, sich in Dankbarkeit an die Vergangenheit zu erinnern, die Gegenwart mit Begeisterung zu leben und mit Hoffnung in die Zukunft zu blicken. “Ihr müsst das Salz der Erde sein”, hatte der Papst gesagt, “sonst seid ihr nutzlos.”

Der Hl. Dominikus erlebte, unähnlich wie wir, Unruhen, ketzerische Bewegungen, Chaos und Unsicherheiten. Das Hauptziel seines neuen Ordens war es, das Evangelium zu predigen. Seine Lehre war sinnvoll, ausstrahlend, beständig und voller Feuer. Das Wort Gottes steht immer im Mittelpunkt der dominikanischen Spiritualität. Dominikus selbst hat keine Anweisungen, aber ein Modell hinterlassen, wie man das Evangelium predigen kann, das durch Leben in Gemeinschaft, durch Studium, Apostolat und Gebet unterstützt wird. Prediger des Evangeliums sind Prediger der Gnade und Barmherzigkeit, inspiriert durch das Gebet von Dominikus: „Mein Gott, meine Barmherzigkeit, was wird aus Sündern werden?"

Als Mitglieder des Dominikanerordens sind wir heute erneut gerufen, das Gewissen der Kirche zu sein und den Hilfeschrei der Menschen zu hören, wo auch immer wir sind.

Zeitschrift kontinente – auch als ePaper

 

 

Gemeinsam mit 24 weiteren weltweit tätigen Ordensgemeinschaften sowie missio Aachen und Missio Niederlande geben wir das Magazin kontinente heraus. Es erscheint zweimonatlich.

Mit einem jeweils 8seitigen Innenteil berichten wir – zusammen mit vier weiteren Dominikanerinnen-gemeinschaften – über Aktuelles aus unserem Orden. kontinente zeigt, wie andere Völker leben und glauben und will seine Leserinnen und Leser die »Faszination Weltkirche« spüren lassen.

kontinente gibt es auch als ePaper, d.h. Sie können es bequem am PC oder Tablet lesen. Lassen Sie sich von den spannenden Themen und Geschichten berühren. Probieren Sie das neue ePaper kontinente September/Oktober 2018 aus, Öffnet externen Link in neuem Fensterklicken Sie hier.

Wenn es Ihnen gefällt, können Sie es kostenlos abonnieren und auch gerne weiterempfehlen.

Neue Lokalpriorin für Kwa-Zulu/Natal

Sr. Léoncienne LaBonté, die scheidende Lokalpriorin, gratuliert Sr. Immaculata Ngubane zu ihrer Wahl als Lokalpriorin der Kommunitäten Bluff, Ekukhanyeni, Hlabisa und Verulam.

Am 22. Juli 2018 trafen sich die Schwestern der Hauskommunitäten Hlabisa, Bluff, Verulam und Ekukhanyeni (in Südafrika) zur Wahl einer neuen Lokalpriorin. Die Schwestern dankten der bisherigen Lokalpriorin und, nach Beratung und Gebet, wählten sie Sr. Immaculata Ngubane zu ihrer neuen Priorin.

Sr. Immaculata gehörte seit 2012 der Haus-kommunität für die Kongregationsleitung in Bedfordview (Johannesburg) an und kehrte Ende 2017 wieder zurück nach Hlabisa, einem länd-lichen Ort in Kwa-Zulu/Natal. Mit Leib und Seele setzt sie sich für das geistige Wohl der Zulu-Gemeinde ein. Sr. Immaculata sieht ihre Aufgabe als Lokalpriorin in besonderer Weise darin, ein Bindeglied der Einheit innerhalb der vier Kommu-nitäten zu sein, die räumlich 1 ½ bis 3 Std. Autofahrt voneinander entfernt sind. Sie möchte die Schwestern in ihren Anliegen unterstützen und zur Seite stehen. Von Zeit zu Zeit wird sie Treffen für die Lokalkommunität organisieren und so den Boden zum Austausch bereiten.

Wir wünschen Sr. Immaculata Gottes Segen und die Gaben des Hl. Geistes, damit sie ihr Amt zum Wohl aller ausüben kann.

Trauer um Sr. Demetria Greis OP

Am 14. August 2018 holte Gott unsere liebe Sr. Demetria zu sich in seinen ewigen Frieden.

Sie wurde am 02.02.1934 in Konstanz-Wollmatingen geboren. In Konstanz gibt es auch Dominikanerinnen, aber als junge Frau entschied sie sich für die Dominikanerinnen in Neustadt am Main, weil sie unbedingt in die Mission nach Südafrika wollte und trat 1958 in Neustadt ein.

Doch Gott hatte andere Pläne mit ihr. 1960 legte sie ihre Erste und 1963 ihre Ewige Profess ab. Nach kurzen Arbeitseinsätzen in Flörsheim und Volkersberg, lebte sie über 55 Jahre im Missionshaus St. Josef in Neustadt. Vielseitig, praktisch begabt und interessiert kümmerte sie sich um Haus, Garten und Friedhof, sowie um Autos und Fahrdienste für die Schwestern. Sie war kontaktfreudig und hatte gute Beziehungen zu den Menschen in ihrer Umgebung. Vielen war sie als „Garten- oder Traktorschwester!“ bekannt.

Von der Gemeinschaft wurde sie 2005 zur Priorin gewählt und lernte mit Computer und Büroarbeit umzugehen. Ihr auf den Leib zugeschnittenes Wirkungsfeld blieb das Arbeiten in und mit der Natur. So war sie im Einsatz, bis Krankheit und Alter ihr die Grenzen setzen. Den Sakristeidienst, den sie 1987 von Sr. Walburga übernahm, hat sie mit Liebe und Herzensblut ausgeübt. Für diesen Ehrendienst bekam sie vom damaligen Pfarrvikar Herbert eine Urkunde und eine Ehrennadel mit dem Wappen der Diözese Würzburg 2012 überreicht. Schon bald musste sie diesen Dienst  jüngeren Kräften überlassen. Das fiel ihr sehr schwer.

Anfang März diesen Jahres wechselte Sr. Demetria zum Caritas Seniorenzentrum St. Martin nach Lohr, um die notwendig gewordene Pflege und Betreuung  zu erhalten. Ihr großes Gottvertrauen ließ sie letztendlich alles bejahen und dankbar annehmen. Im großen Frieden gab sie ihr Leben in Gottes Hände zurück.

Dankbar nehmen wir Abschied von unserer Sr. Demetria und bitten, dass sie für uns vor Gott eine weitere Fürsprecherin werde.

Trauer um Sr. Bernadette Dorfs OP

Kurz vor ihrem 80. Geburtstag, am 04.08.2018, holte Gott unsere Sr. Bernadette zu sich heim. Johanna Maria Dorfs wurde am 10.08.1938 in Essen geboren. Nach ihrer Schulzeit wurde sie als Floristin ausgebildet und trat am 01.08.1958 in unsere Kongregation in Neustadt ein. Bereits 1959 wurde sie nach Südafrika ausgesandt und vollendete ihr Noviziat in Oakford.

Nach ihrer Ewigen Profess 1963 absolvierte sie die Ausbildungen zur Krankenschwester, Hebamme und speziellen Krankenpflege für den ambulanten Dienst. Mit diesen Voraussetzungen und ihrer Liebe zu den Einheimischen wirkte sie segensreich auf verschiedenen Missionsstationen. Sie sorgte sich in besonderer Weise für die unterernährten und unterentwickelten Kinder in verlassenen Gebieten der „Homelands“ und beschäftigte sich schon sehr früh mit den Problemen und der Aufklärung rund um AIDS. Neben der segensreichen Arbeit in der Krankenpflege qualifizierte sie sich 2002 auch für die Klinikseelsorge. Sie arbeitete drei Jahre als Klinikseelsorgerin im größten Krankenhaus in Johannesburg und vier Jahre in einem großen Krankenhaus in der Nähe von Durban.

2012 kam sie nach Bedfordview, um gemeinsam mit anderen Schwestern die Hauskommunität für die Kongregationsleitung zu bilden und Gäste zu bewirten. Mit großem Interesse verfolgte sie die Entwicklungen in unserer Kongregation und wirkte aktiv in verschiedenen Arbeitsgruppen mit. Von Bedfordview aus engagierte sie sich auch in der Seelsorge mit Gehörlosen in der Nachbarschaft und einem Heim für schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche. Ende 2017 wurde die Kongregationsleitung nach Benoni verlegt. Für Sr. Bernadette war die Zeit gekommen, aus Gesundheitsgründen nach Pietermaritzburg in unser Altenheim umzuziehen. Ihre unheilbare Krankheit nahm sie mit großem Gottvertrauen an. Im Kreise ihrer Mitschwestern gab sie ihr Leben in die gütigen Hände Gottes, dem sie ein Leben lang treu gedient hatte, zurück.

Wir sind dankbar, dass wir einen Teil ihres Lebensweges mit ihr gehen durften und trauern um eine Mitschwester, die ihr Ordensleben mit großer Hingabe und Liebe gelebt hat. Möge sie nun in Gottes unendlicher Liebe ruhen und eine Fürsprecherin für uns sein.

Einladung zur Ökumenischen Andacht

am Samstag, 28. Juli 2018, um 19:00 Uhr
im Innenhof des Dominikanerinnen-Klosters
Neustadt am Main

Thema: „Alle meine Quellen entspringen in dir“

Anschließend Zusammensein im Klosterkreuzgang